The First Wives Club
Rache ist süss
In english
Generelle Information
Originaltitel: The First Wives Club
Deutscher Titel: Der Club der Teufelinnen
Startet: 13. Dezember 1996
Kurze Zusammenfassung
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| Ganz in weiss |
"Die Hölle kennt keine solche Wut wie eine verschmähte
Frau", und Brenda (Bette Midler), Elise (Goldie Hawn) sowie Annie
(Diane Keaton) sind sicherlich verschmäht worden. Die drei
Frauen, im College eine Gruppe von ursprünglich vieren,
schliessen sich nach dem Tode des vierten Mitglieds zusammen.
Die Ladies hatten über die Jahre hinweg den Kontakt untereinander
verloren und entdecken überrascht, dass sich alle ihre Ehen
als Fehlschläge erwiesen. Der Grund dafür sind allesamt
jüngere, attraktivere Frauen.
Die Frauen kommen sich nutz- und wertlos vor, aber die Reunion
gibt ihnen den nötigen Impuls zum Zurückschlagen, um es den
sündigen Ehemännern heimzuzahlen!
Zuerst konzentrieren sie sich darauf, ihre Rachegelüste
auszuleben -- und die Leben ihrer Männer zu ruinieren, auf
welche Weise auch immer. Bald jedoch erkennen sie, dass Rache
zwar süss ist, aber anderen Frauen, die ebenfalls von ihren
Ehemännern für "anorexische Teenager" abserviert wurden,
keineswegs hilft. Rache bringt auch ihre Freundin nicht zum
Leben zurück.
Energisch, kämpfend und fit realisieren die Frauen: "Du
besitzt mich nicht!"
Längere Zusammenfassung
Nach dem Tod einer College-Freundin treffen sich Brenda (Bette Midler),
Elise (Goldie Hawn) und Annie (Diane Keaton) nach vielen Jahren beim
Begräbnis wieder. Sie entdecken, dass sie alle dasselbe Problem
haben: Brenda half ihrem Mann Morty (Dan Hedaya) mit der
Elektronikgeschäft-Kette aus der Misere. Zum Dank verliebt er
sich in eine seiner Kassiererin namens Shelly (Sarah Jessica Parker).
Annie brachte andere Opfer: Sie erzog ihre Tochter Chris (Jennifer
Dundas) allein. Als Resultat kann ihr Mann (Stephen Collins) seine
Aufmerksamkeit voll auf seine Werbe-Agentur richten. Dann will er
seiner Beziehung mit Annie auf den Grund gehen, aber gleichzeitig
führt er eine Affäre mit Dr. Leslie Rosen (Marcia Gay
Harden), Annie's Therapeutin! Elise schliesslich ist eine
Schauspielerin, aber je älter sie wird, desto schwieriger wird es
für sie, Rollen zu finden. Deshalb lässt sie sich die Lippen
aufblähen und das Gesicht liften. Bill (Victor Garber), ihr Mann
und ihretwegen ein führender Produzent, möchte einen Film
drehen mit seiner neuesten Entdeckung Phoebe (Elizabeth Berkley), wobei
Elise ihre Mutter spielen soll.
Die drei abservierten Frauen entscheiden, kochend vor Wut, ihre
Männer einen hohen Preis bezahlen zu lassen. Nach dem Motto "Rache
ist süss" planen sie eine Strategie zur Zerstörung der
Unternehmen ihrer treulosen Ehemänner. Sie sind nicht auf sich
allein gestellt. Sie erhalten Schützenhilfe der Gesellschaftskönigin
Gunilla Goldberg (Maggie Smith), dem schwulen Innenarchitekten Duarto
(Bronson Pinchot), Annie's Tochter Chris, Brenda's Onkel Carmine
(Philip Bosco) und Ivana Trump. "Don't get mad. Get everything!"
Er sagt <-> Sie sagt
Er sagt
Meine erste Befürchtung war: "ein Frauenfilm". Nicht so
sehr ein feministischer wie einer derer, der (meist) Frauen zwingt, ihre
Taschentücher hervorzukramen; Ein Madison County, ein
Sleepless in Seattle. Doch weit gefehlt! Es ist zwar ein
Frauenfilm, aber endlich einer, der das zeigt, was eigentlich öfter
gezeigt werden sollte: starke, selbstbewusste Frauen, die wissen, was
sie wollen. Es entwickelt sich anfänglich zum Riesenspass.
Frauenpower tut gut inmitten all der Filme, wo Frauen häufig als
Dummchen oder passive Zugaben auf der Leinwand zu sehen sind. "Rache
ist süss", aber nur solange, wie sie lustig und spannend bleibt.
Der Rest jedoch ist konstruiert, und es geht eigentlich nur noch darum,
die Männer mieszumachen, für die wir Zuschauer sowieso schon
unsere Sympathie aufgegeben haben. Ich kenne Fälle, wo die Frau
von ihrem Mann verlassen wurde, und dann erst noch vor Gericht musste,
wo's um Geld ging. Aber gibt es nicht auch das Gegenteil? Wo ist der
First Husbands Club? Auch das passiert in der echten Welt.
Goldie Hawn sieht immer noch blendend aus, wirkt in ihrer Rolle als
Schauspielerin eigentlich genauso wie jemand, für den "mann" seine
Frau verlässt. Das zweite Paradoxon ist auch schauspielerisch zu
sehen: die zweite Frau, die in diesem Film eine Schauspielerin mimt,
Elizabeth Berkley, spielt sich hingegen selbst: ein talentloses
Starlet. Was ihre Rolle wieder gut macht, weil sie keine
Fehlbesetzung ist! :) Besonders gefallen hat mir der Song am Schluss
und die Szene des Wiedertreffens im Restaurant.
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Pläneschmieden im
First Cocktail Club |
Fazit: Passable Komodie mit schwungvollem Beginn und einem neuen
Frauenbild, das sich im Kino hoffentlich durchsetzt. Die Männer
werden hier ein bisschen weniger zu lachen haben als die Frauen. Doch
Rache ist süss, und Rache ist bisweilen auch teuflisch lustig.
Sie sagt
Ich denke, es war ein grossartiger Film! Er war lustig, ergreifend und
birgt - unglücklicherweise - bittere Keime von Wahrheit in seiner
Komödie. Wir alle kennen vielleicht Frauen, die von ihren
Männern vernachlässigt oder abserviert wurden für
jüngere, unpassendere Frauen, wenn die "Midlife Crisis" auf sie
zukam. Diese Frauen aber standen auf, anstatt es einfach hinzunehmen,
und setzten sich durch. Sie realisierten, dass sie, als Individuen,
produktive und lebensfähige Mitglieder der Gesellschaft sein
könnten, sogar ohne die Stütze, die ihnen ihre Ehemänner
lieferten. Besonders Annie (Diane Keaton) lernt, wie wertvoll es ist,
sich nicht dauernd und für alles entschuldigen zu müssen.
Elise (Goldie Hawn), ein erfolgreicher Moviestar, gibt ihren
Alkoholgenuss auf und fordert sich künstlerisch wie mental. Brenda
(Bette Midler) verändert sich nicht so sehr wie die beiden anderen,
ausser vielleicht um ein Pfund oder zwei, aber liefert den nötigen
Funken, der die anderen zwei anspornt.
Ich vermute, dies wird nicht unbedingt ein "Guy movie", aber die meisten
Frauen werden ihn lustig und unterhaltsam finden. Es gibt nichts
besseres, als zu sehen, wie Männer kriegen, was sie
verdienen!
M. Hoyle
Michelle A. Hoyle. (Uebersetzt von Robert Michl)
Angaben zum Film
| Titel: | | The First Wives Club
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| Genre: | | Komödie
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| Bewertung: | | ****.
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| Regie: | | Hugh Wilson (Police Academy)
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| Drehbuch: | | Robert Harling
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| Produktion: | | Scott Rudin
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| Kamera: | | Donald E. Thorn
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| Besetzung: | | Goldie Hawn (House Sitter)
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| | Bette Midler (Beaches)
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| | Diane Keaton (Baby Boom)
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| | Sarah Jessica Parker (Extreme Measures)
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| Schnitt: | | John Bloom
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| Verleih: | | UIP
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Copyright © 1997 UIP (Bilder)
Copyright © 1996, 1997 CineNet (Text)