In den Zeiten der Prohibition bleibt Smith (Bruce Willis) im
texanischen Dorf Jericho hängen. Nicht ganz freiwillig, denn als
Strafe für den zu langen Blick auf die Frau eines Gangsterbosses wird
ihm sein Auto demoliert. Smith versucht, die Wartezeit profitabel zu
verbringen: er bietet seine Schiesskünste abwechselnd beiden
rivalisierenden Banden an: den Chicago-Italos in ihren Nadelstreifenanzügen und den ausgewanderten Iren, zu denen mit Hickey
(Christopher Walken) eine vernarbte Legende gehört. Beide
Rivalen versuchen, das lohnende Schwarzbrenner-Geschäft an sich zu
reissen; Smith will das Geld von beiden Seiten.
![]() |
Last Man Standing ist ein Film voller Gewalttätigkeit. Die Grausamkeit der Schiesswütigen lassen Spaghetti-Western wie Gute-Nacht-Geschichten aussehen. Der sagenumwobene verhärmte Hickey die Figur, die beim Publikum wohl am meisten Neugierde auslöst bleibt ohne Geschichte. Die Fläche des Charakters kann auch nicht durch Walkens Spiel aufgehoben werden. Bruce-Willis-Fans dürften dank vieler Close-Ups auf ihre Rechnung kommen; zarten Gemütern sei jedoch vom Film abgeraten.
Flavia Giorgetta
