Les Misérables (1998)
Neueste Verfilmung von Victor Hugo's Meisterwerk
von Roman Kreuzer
Im Jahre 1812 wird Jean Valjean (Liam Neeson) nach 19 Jahren Haft entlassen. Kaum auf freiem Fuss, versucht er einem Bischof, der ihn aufgenommen hat, das Tafelsilber zu stehlen. Als ihn die Polizei zurückbringt, sagt der Bischof, er habe Valjean das Silber geschenkt. Daraufhin ändert Valjean sein Leben und bringt es unter neuer Identität bis zum Bürgermeister in einem kleinen Städtchen vor Paris. Als jedoch ein neuer Polizeiinspektor, Javert (Geoffrey Rush), nach Vigeau kommt beginnt Valjean's Unglück von Neuem, denn Javert, ein ehemaliger Aufpasser von Valjean erkennt ihn wieder. Der rote Faden des Films ist nun die Konfrontation dieser Beiden. Zwei weitere wichtige Element des Filmes sind das Unglück der Arbeiterin Fantine (Uma Thurman) und die Geschichte ihrer Tochter Cosette (Claire Danes) welche nach dem Tod ihrer Mutter von Valjean adoptiert wurde. Die Liebe von Cosette zum revolutionären Studenten Marius (Hans Matheson) ist ein weiteres wichtiges Thema der Filmes.
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Danes im Outfit des letzten Jahrhunderts.
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Zu Bille August's letzten Filmen gehören Smillas Sense for Snow und Das Geisterhaus. Nun versucht er sich an einem Meisterwerk der Literaturgeschichte. Der Roman Les Miserables hat über 1000 Seiten und das merkt man dem Film auch an. Viel zu viel wurde in den Film hineingepackt und ausserdem stimmt die Verteilung der Schwerpunkte nicht. Uma Thurman's Part war gewiss zu klein und die Liebesgeschichte um Cosette zu schlecht gespielt, um so lange fesseln zu können. Technisch ist der Film gewiss gut gemacht, jedoch mit nur einer einzigen Massenszene optisch eher unspektakulär. Im Endeffekt steht und fällt der Film mit den Leistungen der Schauspieler.
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| Valjean (Neeson) inmitten des Mob.
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Es «hängt» an den Darstellern
Zuerst muss gesagt werden, dass Liam Neeson und vor allem Uma Thurman ausgezeichnet sind, weshalb auch ihre Szenen wohl auch die besten des Films. Um so mehr stört es, dass Uma Thurman's Part viel zu klein ausgefallen ist. Geoffrey Rush spielt in seiner ersten grossen Hauptrollen seit Shine sehr bemüht, dennoch glaube ich, zeigt er ein falsches Bild von Valjean als sturen Polizeiinspektor. So wirkt der Schluss eher unerwartet und vor allem unpassend. Die grosse Schwäche des Filmes ist jedoch die Rolle von CLAIRE DANES als Cosette. Nach ihrem dritten Ausbruch in Tränen innert weniger Minuten wirkt sie schon fast lächerlich, ausserdem verkörpert sie nicht ein Mädchen des frühen 19. Jahrhunderts, sondern einen Teenager der neunziger Jahre in einem Kostümfilm, was man ihr zuweilen auch stark ansieht. Ihre Szenen zusammen mit ihrem Liebhaber sind somit allesamt eher missglückt. Falls sich jemand dazudurchringt den Film anzusehen wird verstehen was ich meine.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | Les Misérables (1998)
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| Land: | | USA
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| Genre: | | Drama
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| Regie: | | Bille August
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| Drehbuch: | | Victor Hugo Rafael Yglesias
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| Produktion: | | James Gorman (I) Sarah Radclyffe
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| Koproduktion: | | Caroline Hewitt
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| Kamera: | | Jörgen Persson
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| Schnitt: | | Janus Billeskov Jansen
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| Musik: | | Basil Poledouris
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| Ausstattung: | | Anna Asp
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| Kostüme: | | Gabriella Pescucci
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| Besetzung: | | Christopher Adamson Tim Barlow Reine Brynolfsson Claire Danes Lennie James Hans Matheson John McGlynn Liam Neeson Mimi Newman Geoffrey Rush Uma Thurman Peter Vaughan Daniela Krutinova
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm Scope (Farbe)
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| Ton: | | Dolby
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| Prod.-firma: | | TriStar Pictures Mandalay Entertainment
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| CH Verleih: | |
20th Century Fox
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