Mulan (1998)
Ein chinesisches Märchen
von Heinz Gnehm
Dieses Jahr liessen sich die Disney-Studios von der chinesischen Legende um das tapfere Mädchen Mulan inspirieren, um daraus ihren neusten Zeichentrickfilm zu fabrizieren. Wie schon bei «Pocahontos» und «The Beauty and the Beast» ist es wieder eine starke Frauengestalt, die mit Mut und Überzeugung ihren eigenen Weg geht und selbst vor dem mächtigen Hunnenkönig Shan-Yu nicht klein beigibt.
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Der Drache Mushu und die Grille Krikri
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Die Hunnen sind los!
Dabei hätte ja eigentlich ihr Vater gegen die herannahenden Hunnen in den Krieg ziehen sollen. Der aber ist alt und gebrechlich und so beschliesst Mulan gegen den Willen ihres Vaters, seinen Platz einzunehmen und im wahrsten Sinne des Wortes ihren Mann zu stellen. Sie schneidet sich die Haare ab, legt das Kriegsgewand ihres Vaters an und nennt sich fortan Ping. Derart gerüstet beginnt für sie und ihre Kameraden die harte Militärausbildung unter dem jungen Hauptmann Shang. Dabei ist sie aber nicht auf sich allein gestellt, die Geister der Vorfahren haben den redseligen Drachen Mushu zu ihrem Schutz losgeschickt und auch die kleine Grille Krikri weicht als ihr Glücksbringer nicht von ihrer Seite. Als sich die kleine Truppe bei einem Marsch unerwartet dem Heer der Hunnen gegenübersieht, gelingt es ihr mit einer List, den übermächtigen Feind zu besiegen. Doch dabei wird ihre wahre Identität erkannt und Mulan unehrenhaft aus der Armee entlassen. Während im kaiserlichen Palast bereits der Sieg gefeiert wird, wittert Mulan neue Gefahr und so zieht sie noch einmal aus, um den Kaiser vor dem Hunnenkönig Shan-Yu zu retten und damit auch ihre eigene Ehre wiederherzustellen.
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| Mulan auf dem Weg zur Rettung des Kaiserreichs
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Ein schnellsprechender Drache
Zugegeben, die Handlung tönt etwas kriegerisch und der Vorfilm scheint diesen Eindruck noch zu bestätigen. Tatsächlich handelt es sich bei «Mulan» aber um einen ganz und gar kinderfreundlichen Film, der nicht nur mit grossartigen Bildern, sondern auch mit viel Humor aufwarten kann. Grossen Anteil daran dürfte insbesondere der Drache Mushu haben, dem Eddie Murphy seine Stimme geliehen hat (in der deutschen Synchronfassung kommt Otto Walkees zum Zug) und der so redselig daherkommt wie seinerzeit der Flaschengeist aus «Aladdin». Neben dem Humor überzeugt auch die Bildersprache, die in ihrem Stil der chinesichen Seidenmalerei nachempfunden wurde, während computergenerierte Bilder insbesondere das Heer der Hunnen effektvoll in Szene gesetzt haben. Trotz zunehmender Konkurrenz aus dem Hause DreamWorks beherrscht Disney sein angestammtes Metier immer noch am besten und «Mulan» ist der sehenswerte Beweis dafür.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | Mulan (1998)
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| Land: | | USA
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| Genre: | | Trickfilm
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| Regie: | | Tony Bancroft Barry Cook
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| Drehbuch: | | Anonymous Robert D. San Souci Rita Hsiao Chris Sanders (III) Philip LaZebnik Raymond Singer Eugenia Bostwick-Singer
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| Produktion: | | Pam Coats Robert S. Garber Kendra Halland
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| Schnitt: | | Michael Kelly (II)
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| Musik: | | Jerry Goldsmith Matthew Wilder
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| Ausstattung: | | Hans Bacher
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| Besetzung: | | Ming-Na Wen Lea Salonga Eddie Murphy B.D. Wong Donny Osmond Harvey Fierstein Jerry Tondo Gedde Watanabe Matthew Wilder
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| Länge: | | 88 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm (Farbe)
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| Ton: | | Dolby Digital
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| Prod.-firma: | | Walt Disney Productions
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| CH Verleih: | |
Buena Vista
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