
Eine miauende sich wälzende Katze, eine ebenfalls sich wälzende Frau in einem Bett - dazu erklingt Umberto Tozzis «Ti Amo» dröhnend über die Lautsprecher. Bizarr, verwirrend aber von der ersten Sekunde an interessant gestaltete Regisseurin und Hauptdarstellerin Brigitte Roüan den Einstieg ihres zweiten Spielfilms. Damit zwingt sie den Zuschauer unmittelbar zu einer Stellungnahme, denn entweder man ist davon ergriffen oder wendet sich desinteressiert zur Seite. Konstant faszinierend an dieser melancholischen Studie über das Leben der glücklich verheirateten Mutter und Geschäftsfrau Diane (Roüan), die sich zufällig in den bei einem Hilfswerk tätigen Emilio (Boris Terral) verliebt, ist die Tatsache, dass hier trotz der offensichtlich beschränkten Mittel eine ungeheure Sorgfalt an den Tag gelegt wurde. Visuell ist Post Coitum Animal Triste von einer wunderschönen Einfachheit, die jede Bewegung der Figuren kontinuierlich ergänzt. Zum Leidwesen aller entwickelt sich indes die Beziehung zwischen Diane und Emilio zu einem gefährlichen Prüfstein für die Leiterin des Verlags, da sie neben ihrer eigenen unglücklich-emotionalen Affäre auch noch Probleme mit einem jungen Schriftsteller (Nils Tavernier) zu bewältigen hat, der sich mitten in einer Schaffenskrise befindet.
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| Liebe lässt auf Wolken schweben |

| Titel: | Post-coïtum, animal triste (1997) | |
| Land: | Frankreich | |
| Genre: | Liebesfilm | |
| Bewertung: | ||
| Regie: | Roüan, Brigitte | |
| Drehbuch: | Amigorena, Santiago Richard, Jean-Louis Roüan, Brigitte Zylberstein, Guy | |
| Produktion: | Balsan, Humbert | |
| Kamera: | Dupouey, Pierre | |
| Schnitt: | Roüan, Laurent | |
| Musik: | Musseau, Michel Tozzi, Umberto | |
| Besetzung: | Arnoul, Françoise Chesnais, Patrick Richard, Jean-Louis Roüan, Brigitte Tavernier, Nils Terral, Boris | |
| Länge: | 97 Minuten | |
| Bild: | 35 mm (Farbe) |