The Prince of Egypt (1998)
Das Epos von der Befreiung des Volkes Israel ist altbekannt und wurde filmisch schon verschiedentlich umgesetzt. Die 1994 gegründete Dreamworks-Animation bringt nun den biblischen Stoff in einem abenfüllenden Zeichentrickfilm auf die Leinwand. Die Künstlerische Ausführung, sowie die Handhabung des Plots sollen neue Massstäbe setzen im Feldzug gegen den dominierenden Disney Konzern.
von Sonja Schenkel
Im Mittelpunkt stehen die beiden ägyptischen Prinzen Ramses und Moses. Der eine ist Pharaos Erstgeborener, der andere in Wahrheit ein israelitisches Findelkind. Die beiden Brüder pflegen eine herzliche Beziehung und führen ein unbeschwertes Leben. Die Situation ändert sich als Moses seine wahre Herkunft erfährt. Auf einmal ist der geliebte Bruder der Widersacher seines Volkes. Die beiden Brüder werden durch ihre Mission getrennt. Moses, der sein Volk befreien soll und Ramses, der nicht das «schwache Glied» in der Geschichte des ägyptischen Reiches sein darf.
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Dreamworks legte grossen Wert auf eine möglicht dreidimensionale Darstellung
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Eine alte Geschichte neu erzählt
Dreamworks schafft es neue Aspekte der Beziehung zwischen Ramses und Moses zu zeigen. Bei der Produktion wurde ein Team von Wissenschaftern engagiert, das die historische Genauigkeit überwachte. Die Zeichner unternahmen eine längere Reise nach Ägypten und liessen sich von der Landschaft und ihrem Licht inspirieren. Die zeichnerische Präzision ist demnach aussergewöhnlich und kann zu recht als geschliffener beurteilt werden,als dass wir es von Disney gewohnt sind. Um die Sprechstimmen in Harmoinie mit der gezeichneten Körpersprache zu bringen, filmte man die Schauspieler und integrierte die Aufnahmen in die Zeichnungen. Leider wurde aber bei der Ausarbeitung der Dialoge nicht diesselbe Präzision angewendet. Der Text wirkt oft etwas ungelenk. Dazwischen werden nette Musikeinlagen geboten. Mariah Carey und Withney Houston liefern einen schönen, aber nicht hymnenhaften Titelsong. Erfreulich sind die hebräischen Einlagen von Ofra Haza.
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| Der Scharlatan Hotep (Steve Martin) will Moses (Val Kilmer) von seiner Übermacht überzeugen.
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Hohe Ziele
Dreamworks-Animation bereitet schon seit längerem den Sturz des Disney Monopols vor. Nicht nur bessere Filme wollen sie produzieren, sondern zudem dem Genre neue Massstäbe setzen. Bezüglich Bildkomposition und Verknüpfung wurde denn auch zu, für den Zeichentrickfilm ungewohnten, cineastischen Mitteln gegriffen.
Das Endprodukt ist durchaus sehenswert. Man spürt die innovativen Einflüsse, die bei der Produktion eine Rolle spielten. Die erste weibliche Regisseurin eines abendfüllenden Zeichentrickfilmes, Brenda Chapman, kann zufrieden sein.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | The Prince of Egypt (1998)
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| Genre: | | Trickfilm
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| Regie: | | Brenda Chapman Steve Hickner Simon Wells
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| Produktion: | | Penney Finkelman Cox Sandra Rabins
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| Musik: | | Harry Gregson-Williams Stephen Schwartz (I) Hans Zimmer
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| Besetzung: | | Val Kilmer Ralph Fiennes Sandra Bullock Danny Glover Jeff Goldblum Steve Martin Helen Mirren Michelle Pfeiffer Martin Short Patrick Stewart Ofra Haza
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| Länge: | | 99 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm (Farbe)
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| Ton: | | Dolby Digital
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| Prod.-firma: | | DreamWorks SKG
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| CH Verleih: | |
United International Pictures
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