Im Vorzimmer der Revolution sieht es düster aus: Lakaien umschwirren den König Luis XVI und geben dessen Hof zu Versailles mit Puder statt Seife eine einzigartige Duftnote. Der Rest ist Geschichte. Weniger bekannt sind die verzwickten sozialen Vorgänge in dieser Jauchegrube. Alle wollen sie aufsteigen, sich über die Masse des niederen Adels erheben. Mit Intrigen allein ist das freilich nicht zu schaffen, was es braucht ist «bel esprit».
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Jean Rochefort, Judith Godrèche |
Enttäuscht, aber nicht entmutigt, findet er Unterschlupf im Haus des Marquis de Bellegarde (Jean Rochefort), der ihm Nachhilfe in der Kunst des Schleimens erteilt. Ponceludons Talent für schlagfertige und bissige Konversation erweist sich dabei als Glücksfall. Der Ruf vom aussergewöhnlichen Esprit des Neulings dringt immer näher zum König, und die richtigen Beziehungen, ein Schäferstündchen mit der mächtigen Intrigantin Madame de Blayac (Fanny Ardant) etwa, verfehlen ihre Wirkung ebensowenig. Einzig die schöne Tochter des Marquis (Judith Godrèche) bringt den langsam in den Sog des Hofes geratenden Ponceludon mit ihrer Zuneigung zum Wanken. Sie sieht im Hof das, was er ist: eine stinkende Kloake von Arschkriechern. Ponceludon muss sich entscheiden.
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Charles Bening, Judith Godrèche |

| Titel: | Ridicule | |
| Genre: | Komödie | |
| Bewertung: | ****½ | |
| Länge: | 102 Minuten | |
| Regie: | Patrice Leconte | |
| Drehbuch: | Rémi Waterhouse | |
| Produktion: | Gilles Legrand, Frédéric Brillion, Philippe Carcassonne | |
| Kamera: | Thierry Arbogast | |
| Musik: | Antoine Duhamel | |
| Besetzung: | Charles Berling (Nelly et Monsieur Arnaud) | |
| Jean Rochefort (Tango, Prêt-à-porter) | ||
| Fanny Ardant (Sabrina, Pedale douce) | ||
| Judith Godrèche (Tango, Une nouvelle vie) | ||
| Verleih: | Monopole Pathé |