Mickey (Edward Burns) und Francis (Mike McGlone) unternehmen zusammen mit ihrem Dad (John Mahoney) den ersten ihrer traditionellen Bootsausflüge auf dem Hudson River inmitten des Big Apple. Dort auf den ruhigen Wassern debattieren die drei Iren über ihre Zukunft. Vater Fitzpatrik setzt dabei auf den Ego-Trip und bläut seinen Söhnen ein, stets die eigenen Wünsche vorzuziehen. Francis hat diese bereits in die Tat umgesetzt und ist ein erfolgreicher Wallstreet-Player, der mit seiner College-Liebe Renee (Jennifer Aniston) verheiratet und mit Mickeys Ex-Verlobten Heather (Cameron Diaz) liiert ist. Für Mickey als Taxifahrer ist das Leben ein ruhiger Fluss, das durch seine überraschende Heirat mit der jungen Kellnerin Hope (Maxine Bahns) etwas Wellengang erhält. Das Glück scheint aber nur vom Klebstoff der Romantik zusammengehalten zu werden. Eine neuerliche Begegnung mit Heather und Hopes Wunsch, nach Frankreich zu gehen, sorgen umgehend für störerende Frequenzen auf dem Äther der Liebe. Wohl weiss Mickey noch nichts von seinem Bruder und Heather, doch bei den Fitzpatriks spült der Hudson alles an die Oberfläche.
Durchsetzungsvermögen, markante Dialoge und nicht zu letzt eine umwerfende Schönheit lassen die Männer teilweise ganz verblassen. Cameron Diaz hat sich den "Mask"-Model Look aus dem Haar gefönt und beweist als giftiges Biest in bester Joan-Collins-Denver-Clan Manier, dass Frauen auch ohne feministische Aktivitäten die Männer aus der Bahn werfen können. Sie wird demnächst neben Keanu Reeves in Feeling Minnesota ein Farmfrüchtchen spielen und alle jene, die ihr nur Schönheit und kein Talent nachgesagt haben, sollten unverzüglich ein Ticket lösen. Neben der bösen Hexe schweben auch die guten Feen Maxine Bahns und Jennifer Aniston mit zauberhafter Leichtigkeit über die Leinwand, so dass man McGlones Figure Francis nur als Idioten bezeichnen kann, wenn er seine Frau Renee hintergeht. Sicher, Cameron Diaz ist eine attraktive Alternative, doch so ziemlich jeder "Regular-Joe" würde vermutlich seinen Job aufgeben, um einmal mit Ms. Aniston dinieren zu können. Und hofft man, irgenwann im hohen Alter nach mehreren Jahrzehnten glücklicher Ehe all dem Trubel und Gejubel entronnen zu sein, fängt alles von vorne an. John Mahoney, Leiter des Fitzpatrick-Clans, erlebt es am eigenen Leib.
Serge Zehnder
| Titel: | She's the One |
| Genre: | Studiofilm |
| Bewertung: | ****. |
| Länge: | 96 Minuten |
| Regie: | Edward Burns |
| Drehbuch: | Edward Burns |
| Produktion: | Ted Hope, James Schamus, Edward Burns |
| Kamera: | Frank Prinzi |
| Musik: | Tom Petty |
| Besetzung: | Edward Burns (The Brothers McMullen) |
| Mike McGlone (The Brothers McMullen, ED) | |
| Jennifer Aniston (Friends TV) | |
| Cameron Diaz (The Mask, Feeling Minnesota, The Last Supper) | |
| Maxine Bahns (The Brothers McMullen) | |
| John Mahoney (Reality Bites, Barton Fink, In the Line of Fire) | |
| Verleih: | 20th Century Fox |