
Eine liebende Ehefrau, ein guter Job, Nachbarn, die einen respektieren: Das sind die wichtigen Dinge im Leben, wenn man dem Vater von Hank Mitchell (Bill Paxton) Glauben schenken will - und Hank, Ehemann und werdender Vater, Angestellter in einem amerikanischen Kleinort, hat all das erreicht. Gleich zu Beginn von A Simple Plan wird Hanks bescheidene, aber glückliche Welt vorgestellt, und die Absicht des Films ist unmittelbar ersichtlich: Diese Welt soll in Stücke gerissen werden, langsam, sorgfältig, so dass der Zuschauer alles miterleben kann.
Einfach ist die Prämisse in der Tat: Als Hank zusammen mit seinem minderbemittelten Bruder Jacob (Billy Bob Thornton) und dessen Freund Lou (Brent Briscoe) ein verlorenes Lösegeld in der Höhe von vier Millionen Dollar findet, will er im ersten Moment die Polizei verständigen, doch letzten Endes kann er der Versuchung nicht widerstehen; er plant, das Geld mit den beiden anderen zu teilen und sich danach an einem entfernten Ort niederzulassen, wo sein plötzlicher Reichtum nicht auffallen würde. Wer kann Hanks erwartetem Kind ein reiches Elternhaus verdenken? Wäre es verwerflich, wenn Jacob dank dem Geld endlich glücklich würde? Es fällt leicht, nur die eigenen Vorteile zu sehen, wenn die rechtmässigen Besitzer des Geldes gesichtslose Fremde sind - schliesslich sei es ja nicht gestohlen, und niemand erfahre Schaden. Das Gesicht der einzigen Person, die man zu Beginn als Besitzer identifizieren könnte: Geradezu symbolisch wurde es von Raben und der Verwesung verwüstet.
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| Viel Geld, wenig Intelligenz: Hanks Bruder Jacob (Billy Bob Thornton) und sein Freund Lou (Brent Briscoe) erliegen der Versuchung, ohne viel Böses dabei zu denken. |
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| Hank (Bill Paxton) fühlt sich seinem Bruder und seiner Familie verpflichtet, und im Grunde will er nur für alle das Beste tun. |
Insgesamt greifen die Zahnräder der Erzählung gut ineinander, und die Charaktere schmieren das Getrieben; es ist wahrlich eine Freude, die Komplikationen in A Simple Plan zu entdecken. Wir erkennen, dass die Figuren falsch handeln, aber wir verstehen ihre Entscheidungen; so werden wir in diese Handlung verwickelt, die sich am besten beschreiben lässt als ein Konglomerat aus einer Tragödie, einem Thriller und, ja, einer dunklen, dunklen Komödie.

| Titel: | A Simple Plan (1998) | |
| Land: | USA | |
| Genre: | Drama | |
| Bewertung: | ||
| Regie: | Sam Raimi | |
| Drehbuch: | Scott B. Smith | |
| Produktion: | James Jacks Adam Schroeder | |
| Koproduktion: | Michael Polaire | |
| Ausf. Prod.: | Mark Gordon (II) Gary Levinsohn | |
| Kamera: | Alar Kivilo | |
| Schnitt: | Eric L. Beason Arthur Coburn | |
| Musik: | Danny Elfman | |
| Ausstattung: | Patrizia von Brandenstein | |
| Kostüme: | Julie Weiss | |
| Besetzung: | Becky Ann Baker Brent Briscoe Gary Cole Bridget Fonda Bill Paxton Chelcie Ross Billy Bob Thornton Jack Walsh | |
| Länge: | 121 Minuten | |
| Negativ: | 35 mm | |
| Bild: | 35 mm (Farbe) | |
| Ton: | Dolby Digital | |
| Prod.-firma: | Mutual Film Company Towa Video, Inc. Paramount Pictures Toho Company Ltd. Savoy Pictures | |
| CH Verleih: |
Elite Film
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