«That's way too easy!» staunt der Polizist und Sonderermittler für Kunstdiebstähle, O'Malley (Yaphet Kotto), der doch eigentlich lieber hinter dem genialen Kunsträuber Phil the Shill her wäre, obwohl derselbe schon vor Jahren auf den Cayman Inseln tot aus dem Wasser gefischt wurde. Nicht weniger als ein Bild von Henry Matisse ist verschwunden und die Aufklärung des Falles wird O'Malley übertragen. Trotz dem Gespött seiner Kollegen glaubt er auch bei diesem Fall, die Handschrift von Phil the Shill erkannt zu haben und setzt deshalb alles daran, ihn aufzuklären.
Gestohlen hat das Bild der Kleinkriminelle Frank (Denis Leary)
im Auftrag seines Hehlers Beano (Wayne Robson), der mit
seinen drei Kumpanen den ganzen Tag in der Stammkneipe herumhängt
und die Geschäfte per Funktelephon fernsteuert. Frank soll
das Bild am nächsten Sonntag dem Käufer auf einer Insel
übergeben und die versprochenen 200'000 Dollars in Empfang
nehmen. Mit von der Partie ist auch seine Freundin Roz (Sandra Bullock), eine Warenhausverkäuferin,
die langsam genug von diesen Coups hat und ihn immer wieder zu
überreden versucht, doch endlich ein bürgerliches Leben
zu beginnen. Auf der Insel angekommen, richten sie sich für
das Wochenende in der luxuriösen Ferienvilla der Rappaports
ein, die zufällig abwesend sind. Der Nachbar Evan Marsh (Stephen
Dillane) schöpft zuerst Verdacht, lässt sich aber
von den unbeholfenen Lügen der zwei überzeugen und lädt
sie zu einer Cocktail-Party in sein Haus ein. Dort tritt Frank
wegen der unstandesgemässen Kleidung und seinen anzüglichen
Bemerkungen gleich mehrmals ins Fettnäpfchen und Roz beginnt
sich derweil vermehrt für Evan zu interessieren, der ihr
all das geben kann, was Frank nicht hat.
Eigentlich erzählt dieser Film gleich zwei Geschichten, zum
einen diejenige der schwierigen Liebesbeziehung zwischen Frank
und Roz sowie zum anderen diejenige des Bilderdiebstahls und der
dadurch verursachten Verwicklungen. Die Liebesgeschichte wirkt
leider wenig einfallsreich und ist beliebig auswechselbar. Wer
Sandra Bullock in «While you were sleeping» gesehen
hat und jetzt etwas ähnliches erwartet hat, wird eine arge
Enttäuschung erleben. Der Bilderklau und die Ermittlungen
der Polizei geben hingegen schon etwas mehr Material für
eine schwungvolle und unterhaltsame Komödie her. Etwa wenn
der Betonmischer von Beanos Bande durch eine Manipulation am vermeintlichen
Radio plötzlich Beton verliert und so der Polizei eine gut
sichtbare Spur hinterlässt. Erst am Schluss werden die beiden
Geschichten wieder zusammen- und zum unvermeidlichen Happy-End
geführt. Nachdem auch der Bilderdieb verhaftet werden konnte,
verlässt man das Kino mit dem Gefühl, nicht gerade ein
Meisterwerk gesehen, alles in allem aber doch einen vergnüglichen
Kinoabend verbracht zu haben.