Spielzeuge mit Eigenleben...
Spätestens seit The Indian in the Cupboard
hat die uralte Idee mit den Spielzeugfiguren, die zum Leben erwachen,
eigentlich ihren Reiz verloren. Was Toy Story auszeichnet, ist denn
auch nicht das Drehbuch, sondern die Machart. Während Computeranimationen
in der Vergangenheit mehr als Selbstzweck zur Demonstration der Fähigkeiten
moderner Grafikcomputer ausgelegt waren, wurde hier erstmals versucht, einen
abendfüllenden Spielfilm vollelektronisch zu generieren. Angesichts des
Pioniergeistes, der bei der Realisierung von Toy Story an den Tag gelegt
wurde, kann man deshalb auch getrost über solche kleine Schönheitsfehler
hinwegsehen.
Der siebenjährige Andy spielt am liebsten mit seiner Cowboy-Puppe,
dem Sheriff Woody. Mit ihm trägt er regelrechte Duelle gegen Mr. Potato
Head und andere Spielzeugfiguren aus. Doch kaum ist Andy aus dem
Kinderzimmer, erwachen die Spielzeuge allesamt zum Leben. Auch in der
Spielzeugwelt ist Sheriff Woody der Chef, bis eines Tages eine
Space Ranger-Figur namens Buzz Lightyear hinzukommt, die Andy zum Geburtstag
bekommen hat. Das ungebremste Selbstbewusstsein von Buzz und seine
technischen Gimmicks erregen die Aufmerksamkeit von Woody, denn er
fühlt sich nun von Andy vernachlässigt. Auch die anderen
Spielzeugfiguren lassen sich von dem Weltraumheld blenden. Da beschliesst
Woody, sich des Space Rangers zu entledigen...
Toy Story ist der erste einer Serie von drei Spielfilmen, die die Computeranimations-Firma Pixar für Disney produzieren soll. Die 1986 gegründeten Pixar Studios machten bereits 1988 mit dem Kurzfilm Tin Toy Furore, der einen Oscar für den besten animierten Kurzfilm gewann. Für Toy Story wurden an die 2000 3D-Modelle und genausoviele Texturen und Oberflächen konstruiert. Das Rendering des kompletten Films benötigte mehr als 800'000 Stunden Rechenzeit auf 117 SPARC-Rechnern von Sun Microsystems mit der RenderMan-Software. Die Modellierung erfolgte hauptsächlich auf Silicon Graphics-Workstations mit der Alias-Software.
Angaben zum Film