The Truman Show (1998)
Die Welt von Truman Burbank könnte nicht besser sein. Eine perfekte Ehe, ein angenehmer Beruf, sowie ein schönes Haus in einer traumhaften Stadt, die idyllisch auf einer Insel nahe der Küste gelegen ist.
von Thomas Hunziker
Millionen von Menschen auf der ganzen Welt wünschen sich das Leben von Truman Burbank, und da sie es nicht haben können, schauen sie zu. Truman ist nämlich der Hauptdarsteller seines eigenen Leben, dessen Ablauf von einem Fernsehproduzenten gesteuert wird, und als erfolgreiche Fernsehserie auf Bildschirme in der ganzen Welt übertragen wird. Die Welt lebt mit Truman, ohne dass dieser auch nur den geringsten Hauch einer Ahnung davon hat, dass er ein Gefangener in einem Glaskasten ist. Entgegen den Bestrebungen des Produzenten Christof (Ed Harris), ist Truman allerdings mit seiner Existenz auf der Insel je länger je mehr unzufriedener. Sein Herz sehnt sich nach Reisen und einem Wiedersehen mit der Frau (Natascha McElhone), in die er sich auf der Universität verliebt hat. Den Tod seines Vaters vor Augen fürchtet sich Truman jedoch seine Insel zu verlassen. Als sich die Anzeichen auf eine Verschwörung gegen seine Person aber allmählich häufen, werden Truman Fluchtversuche immer entschlossener.
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Hält Truman's Welt in seinen Händen (Ed Harris).
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Aufstand gegen Gott
Trumans Gott ist menschlicher als er sich das vorstellen kann; der Schöpfer seiner Realität ist Christof, und so fühlt sich Christof auch als Herrscher über Trumans Universum. Regisseur Peter Weir (Mosquito Coast) erforscht die verschiedenen Aspekte dieser Vater-Sohn-Beziehung, sowie des Verhältnisses der Aussenwelt zu diesem scheinbar vorbildlichen Universum. Jim Carrey erweist Weir mit The Truman Show den Dienst, den er Robin Williams mit Dead Poets Society erwiesen hat; er ermöglicht ihm den Umstieg von Slapstick-Komödien in ernstere Rollen. Carreys Entschlossenheit diese Umstellung zu vollziehen sorgte bereits auf dem Set seines nächsten Films, der Biographie von Andy Kaufman Man on the Moon, für einige Aufregung, da er sich gelegentlich zu sehr in seiner Rolle verlor und auch schon handgreiflich wurde. Herzstück von The Truman Show ist aber das von Andrew Niccol entwickelte vielschichtige Geschichte. Drehbuchautor Niccol, der bereits für Gattaca Kritikerlob erntete, beweist wieder seinen Sinn für ansprechendes und faszinierendes Material.
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| Irgendetwas stimmt hier nicht! (Carrey mit Laura Linney)
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Vom Grossen Bruder zur JenniCam
Von Orwells Zukunftsvision bis zur gegenwärtigen Offenherzigkeit mancher Internet-Benutzer dauerte es nur gerade knapp fünfzig Jahre. Zwischen dieser Ausstellungslust und dem Dasein von Truman Burbank besteht allerdings ein gewichtiger Unterschied. Truman ist sich nicht bewusst, dass ihn täglich Millionen von Menschen bei seinen Tätigkeiten beobachten, und dass sein Leben für diese Menschen ein beruhigendes Idealbild darstellt. Er hat lediglich festgestellt, dass sein Leben nicht von ihm selbst bestimmt wird, ein Umstand den er unbedingt abändern will. Sein Drang nach einem anderen Leben ist nicht eine Ablehnung seines Lebens im Rampenlicht, sondern ein Wunsch nach Freiheit nach Selbstbestimmung, eine Freiheit, die er nie gekannt hat. Der Drang nach fünfzehn Minuten Ruhm lebt wahrscheinlich auch in ihm, doch obschon er diesen Drang ausreichlich erfüllt hat, konnte er ihn nie wissentlich auskosten. Trumans Leben ausserhalb seiner Welt ist kaum vorstellbar. Nachdem sich sein ganzes Leben als Lüge herausgestellt hat, wird es ihm unmöglich sein jemals die Wahrheit zu erkennen, eine Gabe, die er in einer Welt, die ihn von klein auf beobachtete dringend nötig hat. Trumans Leben in der Freiheit wäre vermutlich eine interessante Fortsetzung von The Truman Show.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | The Truman Show (1998)
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| Land: | | USA
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| Genre: | | Drama
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| Regie: | | Peter Weir
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| Drehbuch: | | Andrew Niccol
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| Produktion: | | Edward S. Feldman Andrew Niccol Scott Rudin Adam Schroeder
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| Koproduktion: | | Richard Luke Rothschild
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| Ausf. Prod.: | | Lynn Pleshette
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| Kamera: | | Peter Biziou
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| Schnitt: | | William M. Anderson Lee Smith (II)
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| Musik: | | Frédéric Chopin Philip Glass David Hirschfelder Wojciech Kilar Wolfgang Amadeus Mozart Burkhart von Dallwitz
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| Ausstattung: | | Dennis Gassner
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| Kostüme: | | Marilyn Matthews
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| Besetzung: | | Susan Angelo Jim Carrey Antoni Corone Noah Emmerich Philip Glass Philip Baker Hall Ed Harris Mal Jones Laura Linney Larry McDowell Natascha McElhone Muriel Moore Ted Raymond Heidi Schanz Blair Slater Don Taylor (III)
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| Länge: | | 105 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm (Farbe)
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| Ton: | | Dolby Digital
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| Prod.-firma: | | Paramount Pictures Scott Rudin Productions
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| CH Verleih: | |
United International Pictures
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