The Waterboy (1998)
Nicht nur für professionellen Football, sondern auch für College Football übertrifft das Zuschauerinteresse in den USA jeglichen Sportfanatismus in der Schweiz (falls ein solcher hierzulande überhaupt existiert).
von Thomas Hunziker
Die zahlreichen Finalspiele werden vom Fernsehen national übertragen und erzielen jedes Jahr höchste Einschaltquoten. Dementsprechend finden bei den zahlreichen männlichen Kinogängern auch Filme Zuspruch, deren Handlung sich um Football dreht. Adam Sandler scheint zu wissen, was das Publikum will. Mit The Wedding Singer feierte er einen der wenigen Erfolge im Schleppwasser der Titanic, und mit The Waterboy konnte er sich auf den fünften Rang der «Box Office»-Rangliste des letzten Jahres setzen. Aus der erneuten Zusammenarbeit mit Frank Coraci, dem Regisseur von The Wedding Singer, entstand diesesmal aber ein grundverschiedener Film. Den geistig minderbemittelten Südstaatler, dessen Begabung für das Footballspiel sich weniger auf das Verständnis des Spiels, als auf ein verstecktes Talent beruht, kennen wir bereits aus Forrest Gump. Ein solcher ist Bobby Boucher (Sandler), Wasserträger eines erfolgreichen College-Footballteams. Die Hingabe an seine Arbeit schützt ihn jedoch nicht vor dem Zorn des Coaches, der ihn wegen seiner Ungeschicktheit entlässt.
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Das Muttersöhnchen probt den Aufstand (Sandler, Bates)
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Oscarpreisträger und Popidole
Eine neue Anstellung findet Bobby bei einem heruntergekommenen College. Der an sich selbst zweifelnde Coach (Henry Winkler) der trostlosen Footballmannschaft, wurde vom selben Coach entlassen, für den er damals die Spielzüge erfand. Als er Bobbys Talente entdeckt, ist die Bühne frei für die Rache am hochnäsigen College. Erst muss Bobby jedoch noch die High School-Abschlussprüfung bestehen, und darauf achten, dass seine Mutter (Kathy Bates) nichts von seinen sportlichen Tätigkeiten erfährt. Für The Wedding Singer durfte Sandler auf die Unterstützung von Hollywood-Liebling Drew Barrymore und «Independent»-Popidol Steve Buscemi zählen, in The Waterboy standen ihm nun Oscarpreisträgerin Kathy Bates (Misery) und Fernsehkultstar Henry Winkler («Fonzie» in der erfolgreichen Sitcom «Happy Days») zur Seite. Der Film ist allerdings weitgehend eine Einmannschau für Adam Sandler, der dank perfektem Timing zum neuen Komödienstar in den USA avancierte. Sein Humor ist von derselben schadenfreudigen Art, wie der des anderen letztjährigen Erfolges There's Something About Mary. Die Geschichte ist nebensächlich und dient lediglich als Fahrgestell für möglichst viele Lacher. Wem diese Art des schenkelklopfenden Humors zusagt, dem ist diese Komödie wärmstens ans Herzen zu legen.
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| Erfolg der geistig Minderbemittelten: Sandlers Triumphzug
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Von Jerry zu Carrey
Zu Beginn der 60er Jahre war Jerry Lewis einer der einträglichsten Hollywoodstars. Doch der Geschmack des Publikums änderte sich, und die Leute erfreuten sich mehr an den Komödien von Woody Allen und ähnlichen. Doch in den 90er Jahren feierte plötzlich ein neues Gummigesicht finanzielle Erfolge. Jim Carrey landete mit Ace Ventura einen Überraschungshit, der beim pubertären Publikum auf bedeutend mehr Anklang stoss, als bei den Niedergang der gehobenen Unterhaltung fürchtenden Kritikern. Dabei folgte der Geschmack der Kinobesucher einem Zyklus, der auch in anderen Bereichen der Gesellschaft festzustellen ist. Nachdem nun Carrey zeitweise ins Lager der ernsthaften Schauspieler wechselt, steht das Feld für Adam Sandler offen, der mit ähnlichen Humor schon zuvor kleinere Erfolge feiern durfte (Billy Madison, Happy Gilmore) und sich dabei eine solide Anhängerschaft schuf. Wie auch die Popularität von Jerry Lewis wird auch die Beliebtheit von Carrey und Sandler nicht für ewig halten, doch beide können noch für einen neuerlichen Erfolg von Jerry Lewis sorgen. Dieser liess sich nämlich durch eine Vertragsklausel zusichern, dass er die Rechte zu seinen Filmen nach 30 Jahren zurückerhält. Vier von seinen sechs Filmrechten hat er bereits verkauft, wovon The Nutty Professor gewinnbringend in den Kinos lief. Die Realisierung weiterer Projekte hängt nun teilweise auch von der Mitarbeit Sandlers ab. Ein Kreis schliesst sich.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | The Waterboy (1998)
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| Genre: | | Komödie
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| Regie: | | Frank Coraci
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| Drehbuch: | | Tim Herlihy Adam Sandler
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| Produktion: | | Phyllis Alia Jack Giarraputo Michelle Holdsworth Robert Simonds Rita Smith
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| Koproduktion: | | Ira Shuman
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| Ausf. Prod.: | | Adam Sandler
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| Kamera: | | Steven Bernstein (I)
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| Schnitt: | | Tom Lewis (III)
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| Musik: | | Alan Pasqua
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| Ausstattung: | | Perry Andelin Blake
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| Kostüme: | | Tom Bronson
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| Besetzung: | | Fairuza Balk Kathy Bates Dawn Birch Blake Clark Frank Coraci Lee Corso Dan Fouts (II) Larry Gilliard Jr. Kelly Hare Michael Hold Todd Holland (II) Clint Howard Jimmy Johnson (III) Marc Kittay Robert Kokol Jonathan Loughran Matthew Lussier Christopher Mugglebee Brent Musburger Tom Nowicki Dan Patrick Steve Raulerson Jerry Reed (I) Kevin Reid Brett Rice Adam Sandler Lynn Swann Jennifer Bini Taylor Lawrence Taylor (II) Henry Winkler
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| Länge: | | 89 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm (Farbe)
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| Ton: | | Dolby Digital
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| Prod.-firma: | | Waterboy Productions Touchstone Pictures
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| CH Verleih: | |
Buena Vista
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